Bau dem Esel eine Brücke!

BrückeAls Christine in ihrem Lexikon nachschlug, fand sie folgende Erklärung: „Eine Eselsbrücke (mittellateinisch pons asinorum) bezeichnet in der Gedächtniskunst die Benutzung sachfremder Lernhilfen zur leichteren Einprägung unterschiedlicher Lerninhalte, z.B. Merkverse, Regeln oder Reime. Diese im Mittelalter recht verbreitete Gedächtnistechnik ist heute weitgehend vom sinnerfassenden Lernen verdrängt worden und nur noch in spielerischen Formen in Gebrauch. Oft handelt es sich dabei um einen leicht einzuprägenden Satz, der sich reimt, oder dessen Wort-Anfangsbuchstaben auf das hinweisen, was man sich merken will. Übrigens gab der griechische Mathematiker Euklid von Alexandria seinem Satz über gleichschenklige Dreiecke den Namen pons asini, also Brücke des Esels.“

Auch eine Erklärung für die Herkunft des Wortes fand sich: Esel weigern sich normalerweise beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten. Daher baute man früher kleine Brücken, um mit den Lasttieren weiter zu kommen. Eine Eselsbrücke ist also ein kleiner Umweg, den man auf sich nimmt, am sicher ans Ziel zu kommen.

Es gibt zahlreiche berühmte Eselsbrücken, die schon in manchen Schulbüchern stehen oder auch von LehrerInnen und SchülerInnen weitergegeben werden. In diesen Eselsbrücken sammeln sich in gewissem Sinn die Merkprobleme früherer Schülergenerationen. Fragt nur Eure Eltern, die werden sich bestimmt an einige erinnern können. Einige Beispiele:

Warum braucht man Eselsbrücken?


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