„Voran!“
oder
„Ich schaffe es!“

Konrad kam mit hängendem Kopf von der Schule nach Hause. Seine Mutter wusste sofort, was passiert war, denn an diesem Tag sollte die Mathematikarbeit zurückgegeben werden. Er hatte in diesem Schuljahr schon bei einigen Tests versagt und war danach immer sehr niedergeschlagen nach Hause gekommen. Dieses Mal schien er besonders bedrückt zu sein.

„Wieder nicht bestanden?“ fragte die Mutter. Konrad nickte.

„Der Lehrer hat gesagt, dass ich auf die nächste Schularbeit mindestens ein „Befriedigend“ haben muss, damit ich eine positive Note im Jahreszeugnis kriege.“

„Du hast wieder einmal zu spät vor der Schularbeit zu lernen begonnen,“ erinnerte ihn seine Mutter.

Das wusste Konrad zwar selber, aber er hatte nie besonderen Spaß an Mathematik gehabt und war mit seinem Wissen im Laufe des Schuljahrs heillos in Rückstand geraten. Das war auch ein Grund, dass er bei der Vorbereitung für eine Arbeit fast nie mit dem eigentlichen Prüfungsstoff beginnen konnte, sondern immer erst weit zurückliegende Grundlagen auffrischen bzw. manchmal auch erst richtig lernen musste. Das war sehr mühsam, denn er hatte dabei immer den Gedanken im Hinterkopf, dass der eigentliche Lernstoff noch vor ihm lag, für den dann sicher wieder zu wenig Zeit blieb. Wie so oft war ein Notprogramm angesagt.

„Ich fang gleich heute mit dem Lernen an!“ versprach Konrad.

Als er in seinem Zimmer saß und auf das Heft mit der schlechten Note starrte, wusste er, dass er Hilfe brauchte. Denn ihm fehlte einfach die Motivation, sich mit dem ungeliebten Gegenstand zu beschäftigen. Er hatte schon so viel Zeit investiert und trotzdem recht wenig Erfolge dabei gehabt. Wenn er ehrlich war, war der Erfolg gleich Null.

Warum war sein Erfolg gleich Null?



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